03.08.2011
01.08.2011
Wo Hamburg am schönsten ist
Das Miniatur Wunderland (Eigenname ohne Bindestrich, kurz MiWuLa) in Hamburg ist die größte Modelleisenbahnanlage der Welt. Sie befindet sich in der historischen Speicherstadt und wird von der Miniatur Wunderland Hamburg GmbH betrieben. Auf der 1300 m² großen Anlagenfläche liegen insgesamt 13 km Gleise im Maßstab 1:87 (Nenngröße H0), auf denen 930 digital gesteuerte Züge verkehren. Im vorläufigen Endausbau, der ca. im Jahr 2020 erreicht sein soll, soll die Anlagengröße über 2300 m² mit über 20 km Gleisen betragen.
29.07.2011
23.07.2011
On the streets
Schon seit einigen Jahren spielt sich das wirkliche Geschehen in der Modewelt nicht mehr bloß auf den Laufstegen ab, sondern bei den Mode-Selbstdarstellern, die sich auf den Straßen großer Städte oder am Rande von Modenschauen inszenieren.
Streetstyle-Fotografen machen Bilder von ihnen und stellen sie in ihren Modeblogs ins Netz. Als Erfinder dieser "Kunstform" gilt gemeinhin Scott Schuman, bekannt als "The Sartorialist". Tatsächlich ist das aber keine neue Idee. Der Vater der Streetstyle-Fotografie macht das seit 50 Jahren! Er heißt Bill Cunningham und ist heute 82 Jahre alt. Seit einem halben Jahrhundert knipst er originell aussehende, Trend setzende Leute auf den Straßen New Yorks und zeigt diese Fotos jeden Sonntag in seiner legendären Kolumne "On the Street" in der New York Times.
Jetzt ist ein Film über ihn und sein Werk entstanden, der im Herbst auch hierzulande auf DVD erscheint: Bill Cunningham New York.
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| Im Fokus: Anna Wintour |
18.06.2011
11.06.2011
Lektion 25: Der Salat "Niçoise"
Wer einmal in der Provence oder an der Côte d'Azur unterwegs war, weiß, es gibt so viele Rezepte für den Nizza-Salat wie Restaurants...
11.04.2011
Echte Unterhaltung (That's Entertainment)
A smash of glass and the rumble of boots -
An electric train and a ripped up 'phone booth -
Paint splattered walls and the cry of a tomcat -
Lights going out and a kick in the balls -
that's entertainment.
An electric train and a ripped up 'phone booth -
Paint splattered walls and the cry of a tomcat -
Lights going out and a kick in the balls -
that's entertainment.
07.04.2011
Lektion 24: Chuzpe [xʊtspə]
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| Theatre des Champs Elysées Avenue Montaigne, Paris |
Chuzpe [xʊtspə], auch Chutzpe (aus dem jiddischen חוצפה [chùtzpe] von hebräisch חצפה [chuzpà] für „Frechheit, Dreistigkeit, Unverschämtheit“ entlehnt) ist eine Mischung aus zielgerichteter, intelligenter Unverschämtheit, charmanter Penetranz und unwiderstehlicher Dreistigkeit.
Im Hebräischen enthält der Begriff eine negative Bewertung für jemanden, der die Grenzen der Höflichkeit aus egoistischen Motiven überschreitet. Im Jiddischen und in den meisten europäischen Sprachen schwingt Anerkennung für eine Form sozialer Unerschrockenheit mit. Hier spricht man insbesondere von Chuzpe, wenn jemand in einer eigentlich verlorenen Situation mit Dreistigkeit noch etwas für sich herauszuschlagen versucht.
(Quelle: Wikipedia)
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| Biblioteca della Moda Via Alessandria, Mailand |
03.04.2011
Einmal 106: Richtig chinesisch essen gehen.
| #26 - "Pikante Gemüsesuppe mit Hühnerfleisch" |
In Doktor Mas Refugium prankte ein riesiges Gemälde der Schluchten des Jangste im Speisesaal, und das so erzeugte Lokalkolorit in Verbindung mit Kostbarkeiten wie "Geschnetzeltes Rindfleisch zweimal gebraten, nach Art des Hauses" (noch heute als Nummer 106 in der Karte) vermittelten dem Gast das beruhigende Gefühl, China jetzt so gut zu kennen, daß eine eigene Inaugenscheinnahme vor Ort nicht mehr nötig war.
Die Authentizität machte allerdings beim Personal halt: Die Ober Herr Lehmann und Herr Brakemeier servierten mit altdeutscher Akkuratesse und stilecht in weißen Kellnerjacken - stets kritisch beäugt vom kettenrauchenden Doktor Ma an Tisch 1.
Das Tai Pai ist eines der wertvollsten Erben, die uns die Lokalgeschichte hinterlassen hat. Es kongenial zu verwalten, ist der große Verdienst von Yat Kuen Chor, der hier vor Jahren eine neue Dynastie begründete und sicher stellt, daß das Tai Pai bleibt, was Doktor Ma einst schuf: Eine Oase des Genuß'. Generationen lernten als Kind hier die große weite kulinarische Welt kennen, so auch der Stilbestimmer – sein Leibgericht: #26.
Tai Pai | Hannover | Hildesheimer Str. 73 | Tel. (0511) 88 52 30
| Erfrischendes Tsingtao Bier im Tai Pai |
Daß wir heute Tsingtao Bier trinken, haben wir den Zulu zu verdanken. Zulu-Krieger fügten den Briten in der Schlacht bei Isandhlwana am 22. Januar 1879 eine verheerende Niederlage zu, die sogar Kaiser Wilhelm bestürzte. Allerdings sorgte er sich weniger um das Wohl der Engländer: bislang hatte man sich in Europa darauf verlassen, daß Großbritanniens Armee und Marine die Handelsflotten aller befreundeter Staaten schützen würde, aber nun war der Nimbus der britischen Unbesiegbarkeit im blutigen Sand Südafrikas versunken.
Das deutsche Reich beschloß, dem Welthandel nun selbst den notwendigen militärischen Rückhalt zu verschaffen und gründete u.a. den Marinestützpunkt in Tsingtao, auf deutsch: Qingdao. Bis 1914 stand Qingdao als Hauptstadt des „Deutschen Schutzgebiets Kiautschou“ unter deutscher Herrschaft. Aus dieser Zeit sind noch heute viele Bauten erhalten, so zum Beispiel die Brauerei, die deutsche Siedler hier sofort nach ihrer Ankunft errichtet hatten, um Bier nach deutschem Reinheitsgebot zu brauen. Die ehemals deutsche Brauerei ist nun ein weltweit agierendes Unternehmen und hat inzwischen Brauereien in ganz China, Teilen Asiens und Nordamerikas aufgebaut. Ihr Bier wird unter dem Namen Tsingtao weltweit vertrieben.
29.03.2011
26.03.2011
Lektion 23: Frühaufsteher
Morgens um halb sechs in Paris...
Nach einem Dreh hatte Claude Lelouch noch eine Filmrolle übrig. Er montierte die 35mm-Kamera auf seinem Mercedes 450SEL und fuhr frühmorgens von der Porte Dauphine quer durch die Stadt hoch zur Sacré Coeur. Genial. Unerreicht. Legendär.
Mehr zu "C'était un rendez-vous" hier: Klick!
Nach einem Dreh hatte Claude Lelouch noch eine Filmrolle übrig. Er montierte die 35mm-Kamera auf seinem Mercedes 450SEL und fuhr frühmorgens von der Porte Dauphine quer durch die Stadt hoch zur Sacré Coeur. Genial. Unerreicht. Legendär.
14.03.2011
28.02.2011
Die Königsrede
Bei der 83. Oscarverleihung gestern abend in Los Angeles gab es vor der Verleihung des Preises für den besten Film eine hübsche Videocollage aus den zehn nominierten Filmen - unterlegt mit der "King's Speech" aus dem gleichnamigen Film...
Und hier die Originalszene. King's Speech hat den Oscar dann auch gewonnen.
25.02.2011
24.01.2011
Lektion 21: Der S.U.V.
"Braun ist das neue Weiß. Und das war ja das neue Schwarz", weist uns Hubert Korth, Verkaufsleiter bei unserem Lieblingsdealer - Autohaus Marquardt in Hannover - in die aktuelle automobile Farbenwelt ein und läßt sogleich den eiförmigen "Schlüssel" zu dem großen Braunen in unsere ausgestreckte Handfläche fallen. "Keyless entry!", zwinkert Korth uns zu. Und von nun an genügt es, den Türöffner in der Hosentasche zu tragen und der Volkswagen Touareg V8 TDI steht immer offen, sobald wir uns ihm nähern.
Daß man mit dem Touareg problemlos Gipfel erklimmen, durch Flüsse waten und die Wüste Gobi durchqueren kann... - das alles, weiß man ja quasi schon aus der Fernsehwerbung. Aber wie steht es um die soziale Intelligenz des allerneuesten S.U.V. niedersächsischer Provinienz? Das genau wollen wir testen. Auf schwierigstem Parkett. In Berlin, Sarrazin-Country.
Auf der Hinfahrt über die A2 machen wir uns erst einmal mit dem neuen Achtzylinder-Diesel vertraut, der im Konzernregal den alten V10er ersetzt. Dieser hatte zwar nominell ein paar PS weniger, haute einem seine brachiale Kraft aber derart vulgär um die Ohren, daß besonders Herrenfahrer mit einem Hang zum Küchenpersonal auf ihre Kosten kamen. Der Neue stellt 340 PS und ein Drehmoment von 800Nm zur Verfügung. Beachtliche Werte, aber hier wollen ja - beladen mit Mann und Maus und etlichen elektrischen Helferlein - auch fast drei Tonnen gegen den Wind gestemmt werden. Ab 200km/h wirkt der Touareg dann auch ein wenig angestrengt. In den Weiten Brandenburgs mit seinen unendlichen Kiefernwäldern belassen wir es bei dieser Reisegeschwindigkeit. Der Touareg ist ein grandioses Langstreckengefährt. Kein Vergleich mit dem hoppeligen Vorgänger, der immer ein bißchen zuviel raues Kutschbock-Flair verströmte. Und dann die Assistenten gegen jede nur denkbare Fehlleistung des Fahrers: Abstandstempomat, Fahrspurkontrolle, Toter-Winkel-Überwachung, Regensensor, Verkehrszeichenerkennung, state-of-the-art Navigationsssytem...
Letzte Ausfahrt Kreuzberg, Bergmannstraße 1 |
Wir flögen am liebsten durch bis Ostpreußen, aber hinter Tempelhof heißt es: "all doors in park". Unser Testparcours beginnt ausgerechnet im tiefsten Kreuzberg, Bergmannstraße 1. "Kreuzberg?!", hatte uns ein befreundeter Architekt und Berlin-Connaisseur noch nachgerufen, "da brennt der Wagen doch innerhalb von Minuten aus!" Doch bei ArabBelly, dem besten Schawarma-Bräter Berlins, läßt man nichts anbrennen. Schon gar nicht unseren mokkafarbenen Touareg, der hier - direkt vor der Tür geparkt - einen Hauch von Tuareg verströmt und von den Migranten und Migrantinnen des Kiez' wohlwollend bestaunt wird. Macht schon was aus, das neue, erfreulich zurückgenommene Design des immer noch großen S.U.V. Ein vergleichbarer Porsche Cayenne, diese Blech gewordene Cortison-Spritze, hätte gewiß schon Bekanntschaft mit Herrn Molotow gemacht. Da fackelt man hier nicht lange.
Bei Huong Que, dem besseren Monsieur Vuong? |
Ein paar Blocks weiter beim - laut Thilo Sarrazin wesentlich besser integrierten - Vietnamesen (hier die Suppenküche Huong Que) bedankt sich der Fahrer eines VW Passat erster Generation mit Aufschrift "Republik Freies Wendland" artig, als wir ihm unseren großzügig bemessenen Parkraum überlassen. Wir winken fröhlich zurück, wissend, daß unser Testfahrzeug endlich in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist.
5-Sterne-Plus: RC |
Aber wie sieht es am Rande aus, dort wo das Gras angeblich grüner aber die Luft auch wesentlich dünner ist? Ritz-Carlton Hotel am Potsdamer Platz. Hier haben sie alle genächtigt, die Baracks und Robbies. Und hier kann er sich erstaunlich breit machen, unser 102.480-Euro-Super-Luxus-Schlitten. Wir haben die Heckklappe kaum von innen entriegelt, da springt der sichtlich beeindruckte Portier auch schon herbei durch das übliche Spalier aus S-Klasse und allerlei exotischem Getier. Kurios wird es freilich, als wir Stunden später zum Diner aufbrechen wollen und den Volkswagen aus der Garage kommen lassen: Wir staunen nicht schlecht, als gleich zwei Hotelangestellte der mittleren Führungsebene in schicken grauen Anzügen den Wagen pilotieren. Fahrer und Beifahrer - das kennt ein Touareg eigentlich nur von der Dakar-Rallye. "Tolles Auto", flöten die beiden unisono. Fazit: Parkettsicher ist der Testwagen auch auf 5-Sterne-Niveau.
Nächste Disziplin: City-Tauglichkeit und Wendigkeit. Parcours 1: Der Ku-Damm zwischen Kempi und Schlüterstraße. Weiße Cayennes, hellblaue 612 Scagliettis, mattschwarze 911er - hier wird Moskoviter Lebensart zelebriert. Um die Blicke der blonden, langmähnigen Russinen an den Volants der rassigen Sportwagen auch einmal auf uns zu ziehen, müssen wir den braven Niedersachsen ganz schön 'rannehmen und uns recht agressiv auf Augenhöhe bringen - fast wie junge Türken im 3er-BMW. Nee, das wird heute nichts... Für Svetlana ist der Volkswagen zu normal.
Borchardt |
Parcours 2: Friedrichstraße zwischen Französische Straße und Quartier 206, früher Abend, es ist wusselig in Mitte. Doch wie ein Damenfahrrad wieselt unser Touareg zwischen quer und in zweiter Reihe geparkter Verkehrsteilnehmer hindurch. Und dank Rückfahrkamera gelingt es uns sogar, elegant vorm "Borchi" einzufädeln. Wobei: das beeindruckt die langgeschürzten Kellner nicht wirklich. Sei's drum: Wie immer, Wiener Schnitzel und weißer Sancerre.
Rosenthaler Platz auf zum Prenzelberg |
Parcours 3: rund um den Kollwitzplatz. Auf dem Spielplatz haben schon Suri Cruise und die ungezählten Plagen von Brangelina getobt. Was vier Räder hat, darf hier schon mal hochwertig sein. Kinderwagen unter 2.000 Euro sind eher die Seltenheit auf dem "Prenzelberg". Und auch unser brauner Bomber erntet fast nur freundliche, anerkennende Blicke, als wir zum dritten Mal bei Anna Blume vorbeirollen auf der Suche nach Parkraum. Das ist das eigentlich Skandalöse, schließlich befinden wir uns in dem einzigen Wahlkreis der Bundesrepublik Deutschland, in dem der Kandidat der Grünen per Direktmandat in den Bundestag gewählt wurde - der Herr Ströbele.
Müssen wir umdenken? Ist der moderne S.U.V. wider Erwarten doch noch in unserer Gesellschaft angekommen? In der Tat. Braun ist nicht nur das neue Weiß. Der dezent gezeichnete, ökologisch verträgliche, effiziente VW Touareg ist offenbar gleichsam so etwas wie der neue Golf GTI. Klassenlos, modern, unprätentiös. Auf der Heimfahrt müssen wir denn auch unwillkürlich an alte GTI-Zeiten denken. Ach, früher... Ein wenig zu gedankenverloren bügeln wir die A2 platt. Zwei Fotos, Punkte, Buße. Geschichte wiederholt sich doch. Macht aber Spaß.
Karl-Marx-Allee. Der Touareg behält die Übersicht. |
City-Slicker. Auf einem Werksfoto. |
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